Der ultimative Guide zur Portraitfotografie

Die Portraitfotografie ist die Art der Fotografie, bei der der Mensch in den Vordergrund rückt und das zentrale Motiv eines Fotos bildet.

Aber auch ein Gruppenfoto bei dem mehrere Menschen abgebildet werden, gehört zur Portraitfotografie.

Anders sieht es aber aus, wenn der Mensch “austauschbar” ist und das Foto die identische Wirkung hätte, wenn ein anderes Motiv zu sehen wäre. Dies ist beispielsweise bei Street-Photography der Fall.

Wie das Motiv bzw. Modell abgebildet wird, spielt im ersten Augenblick keine keine Rolle. Dabei kann es nur ein Close-up (nur das Gesicht), ein “Headshot” (nur der Kopf), Oberkörper- oder auch Ganzkörperportrait sein.

Dabei gehört die Portraitfotografie in meinen Augen sowohl anspruchsvoll als auch anspruchslos zugleich. Der Grad ist hier sehr, sehr schmahl.

Und bevor sich jemand angegriffen fühlt, möchte ich erklären warum!

Warum die Portraitfotografie ist anspruchsvoll und anspruchslos zugleich ist.

Zunächst einmal der anspruchslose Teil. Das ist wirklich nur auf das technische bezogen.

Es gibt meistens sowieso nur eine Einstellung an der Kamera. Av-Modus, ISO 100-400, Blende maximal offen, fokussieren und abdrücken. Das kann bereits mein 3 jähriger Sohn.

Wenn ich das mit der Landschaft-, Wildlife-, Makro- oder Street-photography vergleiche, bei der sich der Fotograf teilweise Stundenlang auf die Lauer legen muss um das passende Motiv zu finden oder extra um 5 Uhr aufstehen muss, ist das meiner Meinung nach ein Witz.

Portraits kann man bereits mit einem relativ günstigen Equipment, zu jeder Tageszeit praktizieren.

Anspruchsvoll macht es aber tatsächlich alles, was drumherum passiert. In meinen Augen ist das Bild immer dann schlecht wenn:

  • … das Model nicht “in Form” ist.
  • … die Pose nicht stimmt.
  • … das Make-Up oder die Klamotten unpassend sind.
  • … der das Licht nicht passt.
  • … der Bildschnitt schlecht ist.
  • … die Location “langweilig” ist.
  • … der Fokus nicht sitzt.
  • … das Bild verwackelt ist.
  • … über- oder unterbelichtet ist.
  • … die Bearbeitung schlecht ist.
  • … bestimmt noch andere Punkte, die mir gerade nicht einfallen wollen 😃

Wie man sieht, ist der Grad zwischen einem guten und einem schlechten Foto sehr, sehr klein. Zwischen einem guten und einem grandiosen jedoch, noch kleiner.

Es kann auch soweit kommen, dass du als Fotograf denkst, das Bild wäre gut, zeigst es aber dem Model, dann gefallen die Bilder gar nicht.

Und stell dir mal vor, du musst davon leben. Nimmt pro Foto 10€ und für das Shooting sagen wir mal 70€.

Die Vorbereitung dauert 2 Stunden, das Shooting eine Stunde, die Nachbearbeitung ggf. 5 Stunden. Dann hast du mal eben in ein Shooting ruck zuck ein Tag investiert und hast damit nur 70€ vor Steuern etc. verdient.

Bei dieser Bilanz hast du dann ein Monatslohn von ca. 500€ und sehr viele unzufriedene Kunden, die nie wieder kommen. Die Kundengewinnung fällt immer schwerer, weil es sich rumspricht und irgendwann bist du bei 0€ angekommen.

Gar nicht gut 😃

Schritt für Schritt zu einem gelungenen Portraitfoto

In den kommenden Wochen, werde ich versuche meine Erfahrungen in dem Bereich der Portraitfotografie mit dir zu teilen und Schritt für Schritt alle nötigen Elemente durchgehen.

Es kann sein, dass dich nicht alle Themen interessieren werden. Du kannst dir auch gerne die für dich interessanten Themen herauspicken und die anderen für später “aufbewahren”.

OK, los gehts!

Fazit – Portraitfotografie

In dieser Serie habe ich versucht, meine bisherigen Erfahrungen kundzutun. Es sind meine Erfahrungen aus der Praxis. Diese sind jedoch weder richtig noch falsch. Es ist meine Art zu fotografieren und die Bilder an den Kunden zu beliefern.

Wenn du mit anderen Praktiken mehr Erfolg hast, kannst du diese natürlich beibehalten (und mir diese verraten. Vielleicht sind diese sogar besser als meine und ich könnte dadurch auch mein Workflow verbessern).

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