Das passende System für dein erstes Portraitfoto

Die perfekte Kamera für ein gelungenes Portraitfoto.

Viele trauen sich an die Portraitfotografie nicht heran, weil sie der Meinung sind, dass das Equipment zu schlecht sei.

Der größte Fehler hierbei ist, sich mit Profis zu vergleichen. Viele haben eine Profi-Kamera und Objektive, die zu einem Preis von einem Kleinwagen zu haben sind.

Apropos Kleinwagen: ich komme auch mit meinem Golf von München nach Berlin. Dafür brauche ich kein Ferrari wie der Vettel. Und er ist ein Profi Rennfahrer, ich nicht. Trotzdem kann ich ein Auto fahren.

Ein Profi-Fotograf kann auch mit der günstigsten Kamera umgehen. Eine teure Kamera macht keine besseren Bilder. Sie macht in manchen Situationen nur das Leben einfacher.

Auch ein Profi-Objektiv ist nicht immer das Geld wert. Dem finalen Bild sieht man meistens gar nicht an, mit welchen Objektiv es gemacht wurde.

Besonders bei Portraits, bei denen eigentlich nur die Bildmitte relevant ist und man teilweise selber eine Vignettierung hinzufügt.

Kurz und Knapp

Die perfekte Kamera gibt es nicht.

Deine Kamera ist für dich die beste Kamera und du kannst damit bereits großartige Bilder machen. Du musst es halt nur noch lernen. Und damit meine ich nicht den richtigen umgang mit der Kamera, sondern den Umgang mit (ich nenne es mal) deiner Umgebung.

Wenn du doch eine Kamera benötigst

Ich bin zwar der Meinung, dass man mit jeder Kamera gute Fotos machen kann, allerdings sollte es schon etwas professioneller sein. Mit einer Kompaktkamera wirst du nämlich sehr schnell an die Grenzen stoßen. Spätestens dann, wenn du mit Blitzen arbeiten möchtest.

Daher schränkt man sich bereits auf genau 4 Sensortypen ein. MFT (Micro Four Thirds), ASP-C, Kleinbild und Mittelformat.

Mittelformat fällt schon einmal aufgrund des enormen Preises flach. Das können/wollen sich noch nicht einmal die Profis leisten.

Kleinbild (bzw. Vollformat) ist mir persönlich auch zu teuer. Ich möchte nämlich nicht mal eben drei bis vier tausend Euro in die Hand nehmen, wenn ich gerade anfange. Daher überspringen wir das auch einmal.

Micro four third system

Persönlich habe ich das MFT System nicht getestet. Jedoch habe ich viel gutes darüber gehört und es lassen sich damit grandiose Portraits machen.

Der Vorteil bei MFT ist, dass es ein einheitliches Bajonett. Also sind die Objektive und die Kameras innerhalb eines Systems komplett austauschbar.

Aber auch die Größe und das geringe Gewicht ist nicht zu verachten.

Panasonic Lumix G70 – ca. 420 €
Panasonic 42.5mm f/1.7 – ca 330 €

Etwas günstiger geht es auch mit dem 25mm f/1.7 Objektiv von Panasonic für rund 180€.

Mit diesem System für rund 600€ hast du bereits ein solides System für Portraits und bist dank der Festbrennweite auch noch sehr offenblendig unterwegs.

APS-C system

Ich persönlich fotografiere schon sehr lange mit einem ASP-C.

Für meinen Teil, reicht es mir vollkommen und bietet für meinen Teil ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis.

Innerhalb des ASP-C muss man sich für ein von drei Systemen entscheiden.

Bei zwei Systemen hast du eine DSLR und eins eine DSLM (Spiegellos).

Canon:
Canon EOS 800D – ca. 670€
Canon 50mm f/1.8 STM – ca. 110€

Nikon:
Nikon D5600 – ca. 650€
Nikkor 50mm f1/8D – ca 200€

Sony:
Sony a6000 – ca. 550€
Sony 50mm f/1.8 OSS – ca. 290€

Rein rechnerisch wäre man beim Canon am günstigsten unterwegs.

Beim Nikon bekommst du für rund 50€ Aufpreis noch ein Kit Objektiv dazu.

Die Sony bietet die vorteile von MFT und von APS-C zusammen. Zusätzlich kannst du bei Sony (mittels Adapter) so ziemlich jedes Objektiv dran schrauben. Gut, dann funktioniert zwar der Autofokus nicht mehr, aber dank Fokus-Peaking könntest du immer noch zuverlässig und schnell fokussieren.

Bei allen drei Herstellern habe ich entweder das kleinere oder das ältere Modell hier aufgelistet. Ich sehe einfach den persönlichen nutzen bei den größeren Modellen nicht 😃 beispielsweise bekommt man bei Canon nur ein Schulterdisplay ein ein Wahlrad für ca. 50-70€ Aufpreis dazu. Damit sieht die Kamera vielleicht professioneller aus, jedoch werden damit die Bilder nicht besser.

Die passende Portraitbrennweite / Objektiv

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass ich oben Brennweiten im Bereich um die 80mm (KB-Format) inkl einer offenblende um die f/1.8 empfohlen habe.

Theoretisch können natürlich auch andere Brennweiten und Blenden verwendet werden. Solange das Foto am Ende gut aussieht, ist alles erlaubt 😃

Die 80mm wurden lediglich verwendet, da der Blickwinkel ungefähr dem menschlichen Auge entspricht und für uns als natürlich wirkt. Außerdem steht man selbst bei Ganzkörperaufnahmen nicht allzu weit weg vom Model, sodass man sich noch normal unterhalten könnte.

Auch ein Zoom-Objektiv im Bereich von 24-70mm kann man natürlich sehr gut verwenden. Es gibt auch Fotografen, die das 70-200mm standardmäßig bei Portraitaufnahmen auf der Kamera haben.

Wie du siehst, da gibt es keine Gesetze, sondern nur grobe richtlinien.

Ein weiterer Grund für die “Normal-Brennweite” ist der günstige Preis. Die kann nämlich Aufgrund der Bauweise auch günstiger Produziert werden.

Fazit – Kamera und Objektiv

Um ein Portraitfoto zu machen, braucht man nicht unbedingt eine professionelle Kamera. Schließlich wurden auch bereits vor über 30 Jahren gute Portraits gemacht. Und glaub mir, damals war die beste Kamera schlechter als die günstigsten Systemkameras.

Im Endeffekt ist es auch egal welche Kamera du im Endeffekt für Portraits kaufst bzw. hast. Wichtig ist lediglich nur, dass man das Objektiv austauschen kann und es auch eine gute Auswahl an Objektiven gibt.

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